Metallicfarbe – warum ein Pouring mit Metallicfarbe schwierig sein kann

Metallicfarbe, der Farbknaller fürs Pouring zu jeder Jahreszeit. Doch man kann leider auch einiges falsch machen! Was zu beachten ist, erfährst Du hier.

Metallicfarbe gehen natürlich nicht nur zur glitzernden Weihnachtszeit. Metallicfarben gehen immer! Sie sind ein Evergreen, die Deinem Bild das gewisse Etwas verleihen können. Doch sind sie leider nicht so leicht zu handhaben wie eine normale Acrylicfarbe. Daher verrate ich Dir hier kleine Tricks und Hacks, damit Du ohne Probleme ein schimmerndes Pouring hinbekommst.

Woraus besteht die metallene Farbe?

Vom Grund her hat die Metallicfarbe keine anderen Zusätze, als eine normale Acrylfarbe. Du hörst bereits ein aber heraus und natürlich gibt es ein ABER in dieser Geschichte. Der Unterschied zwischen diesen beiden Farbsorten liegt in den Pigmenten. Die Pigmente der Metallfarben bestehen aus Mica. Mica ist eine Gruppe von Mineralien, also Gestein, die aus Silikaten bestehen. Sie sind sehr charakteristisch in ihrer Struktur und ihrer schwachen Bindung zwischen einzelnen Schichten (parallel zueinander). Die für uns relevante  Eigenschaft dieser Silikate liegt darin zu schimmern (oft werden diese Mineralien auch als Glimmer bezeichnet). Diese Silikate werden auch heutzutage noch in der Kosmetikindustrie bei z.B. Puder benutzt, um einen schimmernden Effekt zu erzielen.

 

Doch warum ist die Arbeit mit Metallicfarbe so schwierig?

Ja, sie verhalten sich anders als normale Acrylfarbe. Manches Mal sucht man sein schönes Metallblau förmlich, weil es irgendwie von der anderen Farbe geschluckt wurde oder bei einem Pour aus reiner Metallicfarbe ist „Mäh“, keine Akzente, ein Bild welches eher verschwommen wirkt. Das nächste mal entstehen Zellen, obwohl man keine wollte und man definitiv kein Silikon benutzt hat. Dort hast Du plötzlich wolkenartige Effekte, obwohl Du keinen Cloud Pour angestrebt hast.

Die Farbpigmente einer metallenen Farbe haben die Angewohnheit nach oben zu steigen. Wenn Du also einen Pour tätigst mit mehreren Farben und einer metallenen Farbe mußt Du auf die Konsistenz der Farben achten. Die Pigmente der Metallicfarbe werden sich nämlich  nach oben schieben und sich durch die anderen Farbschichten nach oben „arbeiten“. So entstehen regelrechte Pearls, Zellen oder Effekte durch die Metallicfarbe.

 

Was passiert aber wenn Du für ein Pouring mehrere Metallicfarben benutzt oder nur ausschließlich?

Im ersten Moment hört sich dies ja super an. Viel Glitzer, viel Metallic, viel Schimmer muß doch gut sein. Das Gegenteil ist leider der Fall. Denn Du wirst Schwierigkeiten haben die unterschiedlichen Farben nach dem Trocknungsprozess voneinander zu unterscheiden. Die Micapigmente steigen grundsätzlich auf und werden sich dann mit allen anderen Micapigmenten an der Bildoberfläche vermischen. Somit wird man nicht mehr unterscheiden können, wo die eine Metallicfarbe anfängt und die andere aufhört. Richtige Linien, Abgrenzungen oder gar Zellen lassen sich dann meist nicht mehr ausmachen!

Dies gilt jedoch nur für die Pours, bei dem Du sämtliche Farben in einen Becher gibst. Du hast eine Chance mehrere Metallicfarben zu nutzen und nach dem Trocknen wiederzufinden, wenn Du z.B. den Puddle Pour, den Dutch Pour nutzt. Wie Du siehst, ist nicht immer alls komplett schwarz und weiß.

Wie verhindere ich nun ein Verschwinden meiner Metallicfarbe?

Weniger ist mehr! Zwei Metallicfarben sind in der Regel bei einer Komposition mit 5 Farben mehr als genug. Denk daran, dass die Metallicfarbe die Chance haben muß zu „arbeiten“. Wenn Du ein Pouring aus einem Becher machst oder in Puddlen arbeitest, gebe niemals Metallicfarbe auf Metallicfarbe. Sie würden sich nur vermischen und das wäre schade, denn leider sind gute Metallicfarben auch einen guten Euro wert.

Das wichtigste hierbei ist jedoch, dass die Konsistenz Deiner metallenen Farbe immer etwas dicker angemischt ist, als die „normalen“ Acrylfarben. Dies ist ausschlaggebend für geniale Effekte!

Siehste, sagt der Kaktus in der Wieste!

Ja, Du mußt einiges bei dem Gebrauch von Metallicfarbe beachten, aber auch hier sag ich wieder und wieder das die Nutzung dergleichen kein Hexenwerk ist. Übung macht den Meister. Achte auf die richtige Konsistenz deiner Micapigmentfarbe, achte darauf, dass die einzelnen Farben zwischen der Metallicfarbe sind beim Schichten im Becher und nutze weniger als mehr, um einzelne Akzente setzen zu können. Du wirst sehen, dass damit echt tolle Effekte zu erzielen sind.

Welche Erfahrungen hast Du mit der Metallicfarbe? Hinterlasse mir doch einen Kommentar oder zeige mir Deine Lieblinspearls aus Metallicfarbe! Bis dahin happy Pouring,

Ulla von PouringPaws

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