Wreck a Ringpour: Ein einfaches Pouring mit tollen Effekten

Ein Ringpour zerstören? Muß dass sein? Was für einen Nutzen hast Du davon diese tollen ringförmigen Effekte zu entzaubern?

Ganz einfach, wenn Du Dich dazu entscheidest einen Wreck a Ringpour durchzuziehen, wirst Du sehen, dass Du damit nebst den tollen Linien des Ringpours auch die tollen Effekte durch das Zerstören herbeizaubern kannst. Diese Form des Pouring ist einfach und macht ordentlich was her. Mit einfachen Mitteln erhältst Du ein stattliches Pouring. Lies hier, wie Du dabei vorgehen mußt.

Materialliste für den Wreck (=vernichten)

  • Acrylfarbe
  • Wasser
  • Pouringmedium (Liquitex)
Farbauswahl
Farbauswahl

Für diese Komissionsarbeit wählte ich folgende Farben aus:

  • Liquitex basics Dioxazine purple
  • Solo Goya Acrylic Weinrot
  • El Greco Permanentgrün
  • Lucas Cryl Studio Silber

Die Farben für den Wreck a Ringpour bereitete ich in üblicher Weise vor, mit einem Schuss Pouringmedium und Wasser um eine ordentliche Fließfähigkeit der Farben zu erhalten. Die Konsistenzen dieser vier Farben sind sehr unterschiedlich, wo Solo Goya nicht so viel Wasser benötigt, brauchen die dickflüssigeren Lucas, Liquitex und El Greco doch deutlich mehr Wasser. Insgesamt sollte man bei einem Ringpour darauf achten, dass die Farben nicht zu flüssig sind. Bremse Dich ein bißchen was die Fließfähigkeit anbelangt, denn es macht Sinn, dass die Farben etwas dickflüssiger sind für den Ringpour.

Auf gehts…

Die Farben werden nach und nach in einen Becher gegeben. Die Farbe, die als erstes in den Becher kommt ist jene, die beim Ringpour in der Mitte erscheint. Überlege Dir welche Reihenfolge Du hierbei haben willst. Du solltest für die erste „Lage“ Farbe zuvorderst nur ein bißchen von den jeweiligen Farben schichten, erst in der zweiten und dritten Lage kannst Du ausreichend Farbe in den Becher geben.

Das Rot wird komplett geschluckt, ist aber da!
Das Rot wird komplett geschluckt, ist aber da!

Nun gießt Du einen normalen Ringpour, wie hier nachzulesen. In kreisenden, langsamen Bewegungen wird die Pfütze mit den Ringmustern immer größer. Wenn der komplette Inhalt Deines Bechers auf der Leinwand ist, beginnt die Magie!

Der fertige Ringpour
Der fertige Ringpour

Let`s wreck a ringpour!

Wenn Du Deinen Ringpour gegossen hast, dann nimmst Du die Rückseite eines Pinsels und ziehst einmal komplett durch den Ringpour. Dadurch entstehen wundervolle Verziehungen, Muster, die erst durch dieses Zerstören des Ringpours entstehen können.

Wreck a Ringpour
Wreck a Ringpour

Bei diesem Ringpour bin ich immer durch die Mitte gegangen, Du kannst jedoch diese Verziehungen ohne Problem an jeder Ecke Deines Ringpours vornehmen, wie Du willst. Je verrückter, umso interessanter kann man dabei sagen.

Du kannst auf diesem Bild sehen, dass ich die Leinwand vorgrundiert hatte, dass sollten Ecken bestehen bleiben, die nicht ausreichend mit Farbe bedeckt seien, kein Leinwandweiß zu sehen ist. In der Regel reicht jedoch völlig aus, die Kantenlänge und circa 1 – 2 cm in die Leinwand hinein vorzugrundieren.

Gehe mit der Farbmenge auf alle Fälle sicher, nutze den Farbmengenrechner in meinem Blog, damit Du auf keinen Fall zu wenig Farbe hast, das wäre gerade bei diesem Pour echt schade.

Die Verziehungen sind nun vorhanden und nun geht es daran, die Farbe vorsichtig mit langsamen Schwenkbewegungen zu verteilen. Achte darauf, dass Deine Ecken bedeckt sind und schon hast Du einen Wreck a Ringpour gegossen. Einfach, nicht wahr?

Und was meinst Du? Dein neuer Lieblingspour? Nicht schwierig mit großen Effekten!

Der Wreck a Ringpour ist ein einfacher Ringpour, der mit einfachen Handgriffen dazu gebracht wird einzigartige Muster, Verziehungen zu bilden. Die feinen Linien des Ringpours bleiben dabei erhalten und bieten dadurch einen wundervollen Kontrast. Wie Du siehst, ist es nicht schwer einen Ringpour zu zerstören und das Ergebnis überzeugt. Was sagst Du? Magst Du den Wreck a Ringpour oder überzeugt Dich der normale Ringpour? Welches sind Deine Favoriten oder Dein Lieblingspour? Hinterlasse mir doch einen Kommentar, ich freue mich auf Deine Antwort.

2 thoughts on “Wreck a Ringpour: Ein einfaches Pouring mit tollen Effekten

  1. Hallo Ulla,
    erst mal vielen Dank, das du deine tolle Seite mit den ganzen Anleitungen und Tips, allen begeisterten kostenlos zur Verfügung stellst! @>–/–\–
    Ich habe mit dem gießen der Bilder vor 4 Wochen angefangen, weil diese Bilder einfach einzigartig sind, man kann so unglaublich schöne Effekte erzielen, wie man es nie für möglich gehalten hat, auch wenn man nicht gut malen kann…

    Ich habe da mal eine Frage, die auch in meinen Bildern, mittlerweile 5 Stück, auftreten:
    Wieso entstehen öfters auf dem Bild „freie Kreise“, wo die Farbe, wenn überhaupt, nur sehr dünn vorhanden ist, so als ob die Farbe aus dieser Stelle „flüchtet“ und die weiße Leinwand dahinter zum Vorschein kommt?

    Mir ist das bei folgendem Bild von dir aufgefallen:

    https://www.etsy.com/de/listing/774866434/pouringpaws-purple-ballon-acrylpouring?ref=shop_home_active_1&frs=1

    dort sieht man es Oben links in der Ecke.
    Vielleicht weißt du ja, woran es liegt…?

    Liebe Grüße und mach weiter so, eine wirklich tolle Seite!!!!!
    Udo

    1. Hallo Moin Udo,

      solche weiße Flächen, wie Du sie auf diesem Bild siehst, ist in der Tat aufgrund falscher Lagerung nach dem Trocknen entstanden. Wenn die Bilder behandelt sind und anschließend nicht ordnungsgemäß mit zB Backpapier oder Seidenpapier zwischen den Bildern gelagert werden, kleben sie aneinander. Wenn Du sie dann löst, löst sich ein Teil der Farbe mit Pech! Also immer auf die Lagerung achten!

      Aber ich glaube, dass Dein Problem ein anderes ist. Die Frage, die ich dann zurückstelle, ist welches Medium benutzt Du und benutzt Du Silikon? Derartige „freie Flächen“ können gerne durch Alkohol, Silikon oder Haaröle entstehen. Manches Mal auch wenn die Farbe generell zu dünn ist. Entstehen diese Probleme auch, wenn du eine Grundierung darauf hast? Sicherlich würde dies anfangs mit etwas mehr Farbe einhergehen, aber ich würde dies erst einmal versuchen und als erstes eine Grundierung auf die Leinwand geben. Zum einen fließt die Farbe dann besser und zum anderen vermeidest du kahle Stellen. Ansonsten an der Farbkonsistenz arbeiten. Das wäre mein Tip so aus der Ferne.

      Lieben Gruß,

      Ulla

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